
(1) Nichts zu machen! Der iPod blieb einfach aus.
Die Vorgeschichte
Oh man! Schon wieder ein kaputter MP3-Player! Schon nach knapp anderthalb Jahren hat es auch meinen zweiten MP3-Player dahingerafft. Der iPod Nano der 6. Genartion starb dieses Mal jedoch nicht den Heldentot in der Waschmaschine, nein, er hat es doch glatt geschafft “sich selbst” zu zerstören.
Gerade als ich auf die S-Bahn wartete (nein, in dem Fall ist die berliner S-Bahn einmal unschuldig), erdreistete sich der Einschaltknopf einfach seinen Dienst zu quittieren. Erbost über sein Fehlverhalten durchstöberte ich die Apple Webseite. Da die Garantie schon abgelaufen war, verwies mich der Webauftritt aber nur an einen Premium Reseller meines Vertrauens.

(2) Ein frisch geföhnter iPod lässt sich problemlos mit einem iPhone Öffner aufhebeln.

(3) Das Innere des iPods mit dem niedlichen blaugrünen Mainboard und dem Akku darüber.

(4) Die Wurzel des Übels: ein fehlender Klebepunkt! (Zum Vergrößern bitte anklicken)
“Kauf dir nen neuen!”,
empfahl mir der Händler, der damit warb, dass seine von Apple zertifizierten Mitarbeiter auch Reparaturen durchführen würden. Ich gebe zu, diese Antwort wollte ich eigentlich nicht hören. Ein wenig frustriert durch forstete ich noch einmal das Internet und fand sogar zwei Anbieter, die mir mein Problem behoben hätten. Allerdings wollten diese für ihre Dienstleistung zwischen 70€ und 80€ haben, also knapp 3/4 des Neupreises. Rein wirtschaftlich lohnt sich diese Investition wohl nicht.
Was nun?!
Da ich es ohnehin nicht mehr schlimmer machen konnte, entschloss ich mich dazu den iPod selbst zu öffnen. Dafür bestellte ich mir für satte 2€ einen Hebel, der eigentlich dazu gedacht ist ein iPhone zu öffnen, der iPod leistete aber auch keinen Widerstand. Um die Verklebung des Displays zu lösen, muss man den Player erst einmal erhitzen. Ein Föhn erwies sich dabei als sehr hilfreich. Nach ein paar Versuchen gelang es mir dann auch den Hebel von rechts unter das Display zu bekommen, sodass ich vorsichtig die Verklebungen lösen konnte. Nach dem Ich das kleine innen liegende Blech herausgeschraubt hatte, kam auch schon das Mainboard und der Akku zum Vorschein. (3) Der Akku ist ebenfalls mit dem Gehäuse verklebt, lässt sich aber mit sanfter Gewalt heraus hebeln. Nun die Rückseiten der Knöpfe sind nun noch von Klebeband verdeckt, das vorsichtig entfernt werden muss. Aber Achtung nicht die dünnen Flachkabel mit abreißen! Jetzt nur noch die zwei Schrauben lösen und schon lasst sich die entsprechenden Schalter entnehmen.
In meinem Fall fehlte auf dem Taster nur ein Klebepunkt. (4) Mit etwas Klebeband lässt sich der 80€ teuere Defekt also relativ leicht selbst beheben. Um den iPod wieder zu schließen, muss man nun alle Schritte rückwärts ausführen, inklusive föhnen, um den MP3-Player wieder zu verkleben.

Der iPod läuft wieder!
Aber Vorsicht
Wer dies selber versuchen möchte, muss damit rechnen, dass er seinen iPod komplett zerstört oder noch andere Fehler erzeugt. Bei der Suche nach dem Defekt am Einschaltkopf wischte ich versehentlich mit dem Finger auch noch den Klebepunkt vom Lautstärke Knopf ab. (Siehe Foto 4) Also schön vorsichtig sein!
Nachtrag vom 4. April 2013
Nun hat sich der Ipod endgültig verabschiedet. Er meldet sich inzwischen nicht einmal mehr als Datenträger. Nun stören mich die Probleme mit den Knöpfen ersteinmal nicht mehr. Ich muss allerdings noch das von Apple empfohlene Hardwarereset versuchen., vielleicht lässt er sich so nun doch nocheinmal zum leben erwecken.